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Forex Trading

Was ist Forex und was muss man beim Forex Trading beachten?

Forex ist die Abkürzung von engl. "Foreign Exchange Market" und bezeichnet nichts anderes, als den Devisenmarkt. Unter Devisen versteht man nach der engen Definition der Kreditinsitute, ausschließlich die Einlagen in fremder Währung auf Girokonten, bezeichnet hiermit also nicht das Bargeld der entsprechenden Währung, sondern meint ausschließlich den unbaren Zahlungsverkehr. Der Devisenmarkt ist mit einem täglichen weltweitem Umsatz von über 5 Billionen US-Dollar der größte Finanzmarkt der Welt.

Allerdings ist der Handel nicht, wie bei Aktien, über zentrale Handelsplätze reguliert, sondern findet meist direkt zwischen Banken, dem sog. Interbanken-Handel, statt. Bis zum 31.03.2015 war der EuroFX ein Referenzkurs, der täglich durch die teilnehmenden Mitgliederbanken zur Verfügung gestellt wurde. Seither veröffentlicht die EZB täglich um 14:30 Uhr Euro-Referenzkurse. Ab 01. Juli 2016 werden diese um 16 Uhr bekannt gegeben. Diese Kurse werden allerdings für Jahresabschlüsse von Unternehmen, Steuererklärungen oder statistische Berichte genutzt.

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Für den Forex Handel werden die Kurse über Angebot und Nachfrage bestimmt. Das häufigste Produkt, welches hierbei gehandelt wird, findet man unter der ISIN: EU0009652759, welches ein Wertpapier auf das Währungspaar EUR/USD ist. Die meisten Realtime Kurse, die man über das Netz aufrufen kann, spiegeln die Entwicklung dieses Papiers - bei sehr guten Ansichten, kann man auch noch den Handelsplatz auswählen.

Diese Kurse können natürlich von den statischen Zahlen der EZB abweichen und reagieren auch auf kurzfristige Marktsignale. Auf diese Wertpapiere kann man mit Online Brokern ebenfalls CFDs handeln. Im Gegensatz zum normalen Währungstausch, kann man hiermit also auch auf fallende Kurse setzen.

Da Forex Trading an allen Handelsplätzen vorgenommen wird kann man mit den meisten Online Brokern Forex 24 Stunden am Tag, an 5 Tagen pro Woche handeln. Eine Besonderheit im Handel mit Forex ist, dass man hier noch mehr Aufmerksamkeit auf das Tagesgeschehen richten sollte. 2015 gab es z.B. extreme Bewegungen, als die Schweiz die Bindung des Franken an den Euro aufgehoben hat. Dies hatte extreme Schwankungen des Franken gegenüber dem Euro zur Konsequenz, was sicherlich einige Daytrader an diesem Tag hart erwischt haben dürfte.

Auch nimmt derzeit die EZB Einfluss auf den Eurokurs, da hier im großen Stil Staatsanleihen gekauft werden und die Märkte so mit günstigem Geld unterstützt werden sollen. Viel Geld im Umlauf bedeutet einen geringeren Wert und somit eine höhere Inflation, was vor allem den Exporten und somit der eigenen Wirtschaft zugute kommen soll. Ohne diese künstlichen Druck, wäre der Euro derzeit sicher auf einem anderen Preisniveau.