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Aktien

Was sind Aktien ?

Ganz allgemein kann man sagen, dass Aktien Wertpapiere sind. Unter einem Wertpapier versteht man eine Urkunde, die ein privates Recht verbrieft, welches man gegenüber einem Schuldner hat. Was die wenigsten Menschen wissen, ist dass Aktien nicht unbedingt an der Börse gehandelt werden müssen. Viele Unternehmen, die z.B. nicht möchten, dass Beteiligungen an ihrem Unternehmen publik gemacht werden, bedienen sich dem außerbörslichem Handeln, was man auch als OTC (Over The Counter) - Geschäft bezeichnet. Auch Zertifikate und CFDs  werden OTC gehandelt. Hierauf wird noch an anderer Stelle eingegangen.

Die Aktien, die an der Börse gehandelt werden, haben allerdings auch Unterschiede. Man unterscheidet hier zwischen sogenannten Stammaktien (oft als St. abgekürzt) und Vorzugsaktien (Vz.). Inhaber von Stammaktien eines Unternehmens haben ein Stimmrecht und können bei den Hauptversammlungen Belange des Unternehmens mitbestimmen. Hält man Vorzugsaktien hat man zwar kein Stimmrecht, wird dafür aber bei Ausschüttungen von Dividenden bevorzugt. Hierbei kann es sein, dass man entweder höhere Dividenden erhält, als Inhaber von Stammaktien oder aber, nur Inhaber von Vorzugsaktien erhalten überhaupt eine Dividende. Unternehmen können beide Arten von Aktien emmitieren, ein prominentes Beispiel hierfür ist z.B. die Volkswagen AG.

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Es wird auch noch grundsätzlich zwischen Nennbetragsaktien (auch als Nennwertaktien bekannt) und Stückaktien unterschieden. Während ein Unternehmen einen Mix aus Stamm- und Vorzugsaktien anbieten kann, muss es sich bei dem Unternehmensanteil auf Nennwert oder Stückaktien festlegen. Beide Arten dürfen hier nicht gemixt werden (§ 8 Abs. 1 AktG). Der Unterschied ist, dass Nennbetragsaktien, wie der Name schon sagt, einen festen Nennwert am Unternehmenskaptial aufführen. Der Nennwert muss dabei mind. 1 EUR betragen. Ähnlich, wie bei einem Geldschein, sind einzelne Aktien mit dem Nennwert ausgezeichnet. Das Grundkapital einer Aktiengesellschaft ergibt sich aus der Anzahl der Aktien multipliziert mit dem Nennwert. Emmitiert ein Unternehmen also z.B. 10 000 Aktien, mit einem Nennwert von 5 EUR, beträgt das Grundkapital 5 EUR x 10 000 Stück = 50 000 EUR.

Bei Stückaktien werden anteilige Beteiligungen an der Aktiengesellschaft verbrieft. Hat ein Unternehmen 10 000 Stückaktien ausgegeben und man selbst hat 2000 Aktien, gehören einem 20% des Unternehmens, unabhängig vom daraus resultierendem "Wert" der Aktien. Eine einzelne Stückaktie muss ebenfall einen Betrag des Grundkaptials von mindestens 1 EUR besitzen. Das Grundkaptial einer Gesellschaft muss hierbei mindestens 50 000 EUR betragen.

Diese Unterscheidung hat im börslichen Handel für den Anleger aber keine große Bedeutung. Der Börsenwert von Aktien, unabhänig ob es nun eine Nennwert oder Stückaktie ist, ergibt sich an der Börse durch Angebot und Nachfrage. Der Börsenwert ist also nicht an dem verbrieften Kapitalanteil, den die Aktie gewährt, gebunden. Wird ein Unternehmen als wertvoll eingeschätzt werden die Anteile des Unternehmens teurer, der Kurs steigt. Hat ein Unternehmen in den Augen der Anleger Probleme, werden mehr Anteile verkauft - der Kurs sinkt.